Willkommen bei der Wasserwacht Ortsgruppe Neu-Ulm

Vermisstensuche in Ludwigsfeld

Am Nachmittag des Donnerstag, 18. August 2016, wurden gegen 16:15 Uhr die Schnelleinsatzgruppen Wasserrettung der BRK-Wasserwachten Neu-Ulm, Senden und Illertissen zu einer Vermisstensuche alarmiert. 37 Helfer rückten mit ihren Einsatzfahrzeugen aus und unterstützten die Suche nach einem 75-jährigen Mann.
 
Der Bewohner des Seniorenwohnheims in Ludwigsfeld war mit seinem Rollator unterwegs. Einsatzkräfte der BRK-Wasserwacht, Polizei, Feuerwehr, eine Rettungshundestaffel sowie der BRK-Bereitschaft suchten die Umgebung des Seniorenwohnheims ab. Da fußläufig auch etliche Gewässer zu erreichen sind, suchten mehrere Wasserwacht-Trupps mit Wasserrettern die Uferbereiche aller nahe gelegenen Badeseen und Weiher sowie der Bäche und Flüsse ab. Auch ein Motorrettungsboot kam zum Einsatz.
 
Die Suche wurde am frühen Abend erfolgreich beendet, nachdem ein Rettungshund den Vermissten nahe des Seniorenwohnheims gefunden hat.

Alfons Sailer (KWW)

Einsteintriathlon

Nun schon zum 4. Mal fand am 7. August in Ulm der Einsteintriathlon statt. Erst um 7:00 Uhr konnte vom Veranstalter bei einer Besprechung vor Ort mit der Wasserwacht, der DLRG und dem THW Ulm beschlossen werden, das Schwimmen durchzuführen. Starke Regenfälle an den Vortagen hatten den Wasserstand stark anschwellen lassen. Über Nacht ging der Wasserstand dann stark zurück. Bei Wassertemperaturen von gerade 14°C mussten die Schwimmer und Schwimmerinnen allerdings mit Neopren Anzügen schwimmen. Es standen 3 Schwimmstrecken zur Auswahl, an den jeweiligen Start’s wurden die Teilnehmer in maximal 3 Gruppen im Abstand von 10 Minuten in die Fluten geschickt. Durch die immer noch starke Strömung erreichten die Teilnehmer schnell den Zielbereich. Unsere Wasserretter und Bootsbesatzungen sicherten in Zusammenarbeit mit den Kollegen der DLRG die Schwimmstrecke ab, besonders im Zielbereich waren unsere Wasserretter gefordert, zuerst um die Schwimmer Richtung Ufer an die Ausstiegsstelle zu leiten und um ihnen dann beim Ausstieg behilflich zu sein. Das Wetter belohnte die Veranstaltung mit strahlendem Sonnenschein und die Wasserrettung hatte keine Unfälle zu beklagen.

Helmut Graf

Neue Bootsführer

Wir gratulieren unseren beiden Anwärtern zur erfolgreichen Prüfung zum Motorbootführer. Viel Spaß bei eurer neuen Aufgabe und allzeit eine Hand breit Wasser unter dem Kiel!

Leider konnte unsere dritte Anwärterin aus beruflichen Gründen nicht zur Prüfung antreten, sie wird diese im September nachholen.

Donaufest, Lichterserenade und Nabada

Im Juli ist auf unseren Gewässern Einiges geboten, neben dem normalen Wachdienst an unseren Wachstationen, finden vielfach Veranstaltungen statt, die wir absichern. Am 9. Juli war ein Motorrettungsboot mit Besatzung beim Abschlussfeuerwerk für das Donaufest beim Edwin Scharff Haus bis Mitternacht im Einsatz.

Der nächste „Nachteinsatz“ wurde schon am Samstag drauf erledigt, am 16. Juli fand die Lichterserenade statt. 14.000 farbige Teelichter schwammen stimmungsvoll die Donau hinunter, zwischendurch wurden Feuerwerke abgebrannt, dazu säumen tausende Zuschauer die Ufer. Zu dieser Absicherung waren drei Motorrettungsboote mit Besatzung an der Donau, zwei von unserer Ortsgruppe und eines aus Weißenhorn.

Das Highlight jeden Jahres ist aber natürlich das Nabada, das am 18. Juli wieder tausende an die Ufer und vor allem in die Donau lockte. Zur Erledigung unserer sicher nicht leichten Aufgabe - hauptsächlich das Neu-Ulmer Ufer und die vielen Schlauchbootfahrer und -fahrerinnen sowie die teilnehmenden Schwimmer abzusichern - stehen uns dankenswerter Weise viele Ortsgruppen aus nah und fern zur Seite. Diese kommen aus Augsburg, Wertingen, Dillingen, Krumbach, Illertissen, Bellenberg, die Wasserwacht und der Funktrupp aus Weißenhorn, Senden und natürlich unsere eigenen Einsatzkräfte aus Neu-Ulm. Auch das THW und die Feuerwehr Neu-Ulm stehen uns mit je zwei Motorbootseinheiten zur Seite. So kommen schnell mal ca.100 Wasserwachtler zusammen. Das Wetter war ideal die Strömung gerade richtig, nur das Wasser war mit 14°C etwas kühl.

Ein größeres Problem stellte sich gleich zu Beginn der Veranstaltung, viele freien Nabader mit ihren Schlauchbooten starteten zu früh und brachten die großen Ulmer Schachteln in Bedrängnis. Die Schachteln werden mit langen Rudern gesteuert und dies ging nicht, weil sich in deren Arbeitsbereich lauter Schlauchboote aufhielten. So kamen die Schachteln quer zur Strömung die Donau herunter und liefen Gefahr an die Herdbrücke zu stoßen. Zwei unserer Bootsbesatzungen kamen zur Hilfe und so konnte diese gefährliche Situation gemeistert werden. Das kalte Wasser schreckte offensichtlich keine freien Nabader ab und so bot die Donau das schon gewohnte sehr bunte Bild aus Schlauchbooten, Mottofähren, Musikkappelen und Flößen. Der gesamte Einsatz verlief aber trotzdem relativ ruhig, 12 Patienten mussten mit verschiedensten Blessuren und den üblichen Schnitt- und Platzwunden versorgt werden.

Vielen Dank an alle Beteiligten und auch für die gute Zusammenarbeit mit den weiteren am Einsatz beteiligen Wasser- und Landrettungsorganisationen aus Ulm und Neu-Ulm. 

Helmut Graf

SEG-Einsätze fast täglich

Wie bereits berichtet, musste unsere Schnelleinsatzgruppe schon am Freitag, den 8. Juli, die Kollegen der DLRG Ulm in Munderkingen bei einem Wassernotfall unterstützen. Unseren Tauchern gelang die Bergung der verunglückten Person aus schwierigen Wasserverhältnissen unterhalb einer Wehranlage.

Ca. 25 Stunden später, am 9. Juli, erreichte unsere SEG Einsatzkräfte der nächste Alarm. An der gleichen Stelle wie am Vortag ertrank ein Schwimmer.  Durch den 1. Einsatz waren Anfahrt und die Gegebenheiten vor Ort bekannt und so konnten unsere Taucher auch diese Person bergen und dem Rettungsdienst übergeben. Leider konnten beide Personen nicht wiederbelebt werden. Der Badeplatz wurde daraufhin von der Stadt Munderkingen gesperrt.

Schon am Sonntag, den 10. Juli, stand der nächste Einsatz an. Die Wachmannschaft am Ludwigsfelder Badesee hatte gerade zwei Notfälle im Sanitätsraum zu versorgen, als zusätzlich eine besorgte Mutter ihrer 10 jährige Tochter vermisste. Sofort wurde eine Landsuche organisiert und die Badefloße mittels eines Motorrettungsbootes abgesucht. Da diese Suchen kein Ergebnis lieferte, fingen Wasserretter mit ABC-Ausrüstung an, das Gewässer um einen Badesteg im Wasser abzusuchen. Parallel wurden die Schnelleinsatzgruppen Neu-Ulm und Senden zur Wassersuche alarmiert. Bei einem SEG Alarm werden auch die Feuerwehr und das THW Neu-Ulm mit alarmiert. Als die ersten Fahrzeuge am Einsatzort eintrafen, lief zufälliger Weise das gesuchte Mädchen vor dem Feuerwehr Fahrzeug wohlbehalten vorbei und der Einsatz konnte abgebrochen werden.

Am Dienstag, den 12. Juli, schrillten die Meldeempfänger abermals. Die Polizei forderte zuerst den Einsatzleiter Wasserrettungsdienst zu einer Vermisstensuche an. Eine männliche Person mit vermutlich gesundheitlichen Problemen wurde vermisst. Zusammen mit Feuerwehr und Polizei wurde das weitere Vorgehen besprochen und daraufhin die Schnelleinsatzgruppen Neu-Ulm und Senden sowie die Unterstützungsgruppe Weißenhorn hinzualarmiert. Die Aufgabe der Einsatzkräfte war die Uferabsuche von Teilen der Iller und der Donau. Hierzu waren drei Motorrettungsboote der Wasserwacht und zwei der Feuerwehr im Einsatz. Auch Fußtrupps mit Wasserretter wurden eingesetzt. Leider konnten die 35 eingesetzten Wasserwachteinsatzkräfte und die Kollegen von Feuerwehr und Polizei die vermisste Person nicht finden.                 

Helmut Graf

Tauchübung

Im Rahmen unseres monatlichen Übungsprogramms veranstalteten wir am 9. Juli eine Tauchübung am Ludwigsfelder Badesee. Der Fokus lag dabei auf der Einbindung möglicher zukünftiger Taucher bei der Ausbildung im nächsten Jahr. So wurde jedem Taucher ein möglicher Auszubildender zugeteilt, die dann gemeinsam die komplette Ausrüstung vorbereiteten. Anschließend wurden die Grundlagen der Schleppstange an Land gezeigt und natürlich praktisch im See geübt.

Bei einer "Schleppstange" wird hinter dem Rettungsboot eine Stange gezogen, an der sich die Taucher festhalten können. Zur Kommunikation der Taucher mit dem Boot steht eine Signalleine zur Verfügung. Mit diesem System ist möglich, eine große Fläche in kurzer Zeit abzusuchen.

Taucheinsatz zur Rettung einer Person in Munderkingen

Am Abend des 8. Juli wurde unsere Schnell-Einsatz-Gruppe zur Unterstützung nach Munderkingen alarmiert. Dort war eine Person unterhalb einer Wehranlage in den Wasserunruhen in eine missliche Lage geraten und letztendlich von einem Strudel unter Wasser gezogen worden. Die Einsatzkräfte der Feuerwehren und der DLRG Ulm suchten den Bereich mit Booten und mehreren Wasserrettern ab. Nach unserem Eintreffen wurde dann mit einem Taucheinsatz begonnen, woraufhin der Verunglückte schnell gefunden und dem Landrettungsdienst übergeben wurde.

Vielen Dank an die anderen Einsatzkräfte für die reibungslose Zusammenarbeit. Auch die gemeinsame Einsatzleitung mit der DLRG Ulm funktionierte einwandfrei.

Michael Huber

3 Männer am See gerettet

Am Baggersee in Ludwigsfeld sind am Sonntag, dem 3. Juli, drei Angler aus akuter Lebensgefahr gerettet worden. Die Verunglückten versuchten mit einem Klappboot über den See zu fahren. Dabei ist das vermutlich überladene Boot gekentert und untergegangen. Zufällig vorbeischwimmende Triathleten konnten die drei Männer zum nahegelegenen Floß bringen. Die alarmierten Einsatzkräfte konnten mit Booten die Verunglückten an Land bringen und dem dort wartenden Rettungsdienst übergeben. Das Boot der Angler wurde anschließend an Land gebracht und persönliche Gegenstände sowie die Angelrute der Verunglückten durch Taucher der Wasserwacht geborgen.

Wir weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass man sich nur mit ausreichenden Schwimmkenntnissen in tiefe Gewässer begeben sollte. Ein besonderer Dank geht an die zufällig anwesenden Triathleten, die rasch Hilfe leisteten und so womöglich Leben retteten.

Steffen Konrad