Willkommen bei der Wasserwacht Ortsgruppe Neu-Ulm

Wachbeginnübung

Um unsere Wachmannschaften zu Wachbeginn aus der Winterruhe zu erwecken, führten wir am 14. Mai eine Wachbeginnübung durch. Am Ludwigsfelder Badesee mussten Personen mit dem Motorrettungsboot aus dem Wasser gerettet, schwer gestürzte Wanderer versorgt und schonend transportiert werden. Außerdem wurden die Teilnehmer in die sichere Handhabung von automatischen Rettungswesten eingewiesen. Diese Einweisung blieb nicht bei trockener Theorie sondern die Teilnehmer konnten sich bei praktischen Beispielen im Wasser von der Zuverlässigkeit der Rettungswesten überzeugen.

Bei Pizza und Getränken konnte über die vorher geübten Maßnahmen gefachsimpelt werden. Gut vorbereitet sehen wir nun der Wachsaison 2016 entgegen und hoffen, dass wir im realen Wachdienst wenige solche, für die Patienten schwerwiegende Verletzungen versorgen müssen.

Helmut Graf

Hochzeit

Am Samstag dem 14.05.206 haben Sascha Prause und seine Theresa geheiratet. Wir wünschen den beiden alles Gute für ihren weiteren gemeinsamen Lebensweg.

Fließwasserretter

Zum ersten Fließwasserretterlehrgang im Kreisverband Neu-Ulm trafen sich sieben fertig ausgebildete Wasserretter am Pfingstwochenende im Rotkreuzhaus in Senden. Bevor es ins Wasser ging, stand Theorie auf dem Plan: Ausrüstung, Kommunikation, Gewässerkunde, verschiedene Rettungsmethoden, Seiltechniken und Einsatztaktik gehörten zu den Hauptthemen.

Frisch gestärkt und hochmotiviert machten wir uns auf den Weg an die Iller in Senden. Allerdings bot sich uns nicht das normale Bild der Iller, ein Blick auf den Pegelstand am Wehr in Wiblingen gab Aufschluss. Noch am 1.Mai bei der Schlauchbootfahrt hatte die Iller 3m, am Samstag den 14. Mai waren es dann schon 3.8m und das sollte noch nicht der Gipfel des Wochenendes darstellen. Als erstes musste ein geeigneter Platz für die anstehenden Übungen gefunden werden, dieser befand sich auf der anderen Seite der Iller. Daher stand eine Flussüberquerung durch schwimmen an, denn über die Brücke kann ja jeder. Erfolgreich auf württembergischer Seite angekommen begannen wir mit der Wurfsackrettung und auch der Sprungrettung. Wir lernten die erhöhte Fließgeschwindigkeit besser einzuschätzen und so konnte jeder an seinem Timing feilen. Unser Standort ließ es außerdem zu, die im Wasserretter bereits erlernten Techniken zur Flussüberquerung zu festigen. Unser Ausbilder Roland Berner war hier wohl am Mutigsten, denn er legte sich auf unsere Unterarme, während wir durch die Strömung wateten.

Um 18 Uhr beendeten wir die Übung mit der Rücküberquerung der Iller und trafen uns kurz danach im Rotkreuzhaus zum Pizzaessen, denn der Tag war noch lange nicht vorbei. Nach einer abendlichen Pause stand die Nacht(-such-)übung auf dem Programm. Wir bekamen folgendes Unfallereignis gestellt: „Angler Schorschi ist nicht zum Abendessen aufgetaucht, seine Frau fuhr zur bekannten Angelstelle am Illerkanal in Illerzell, doch dort war dieser nicht zu finden. Eine weitere Sucheinheit sucht den Bereich innerorts ab und wir sind für den Arm, welcher zur Iller führt zuständig. Da es um 20:30 Uhr schon dämmrig wurde statten wir unsere Helme und Wurfsäcke mit Knicklichtern aus, diese leuchten min. 6h und gewährleisten so eine Kennzeichnung der Einsatzkräfte bei Nacht. Das Ufer am Illerkanal ist ziemlich bewachsen, daher entschieden wir uns für eine Suche vom Wasser aus und konnten nach geraumer Zeit den Angler finden. Zurück am Ausgangspunkt gab es eine kleine Nachbesprechung, aber damit nicht genug, es ging nochmal zum nächtlichen Wurfsacktraining. In der Nacht ist es noch wichtiger, dass man sicher und genau auf die im Wasser treibende Person zielt. Auch das Kommando „Seil kommt!“ ist hier von großer Bedeutung, denn so kann sich das Opfer auf die Rettung vorbereiten. Auch ein langer Tag muss einmal enden und so war um 23 Uhr Schluss.

Damit unsere nassen Neoprenanzüge noch die Chance hatten ein bisschen zu trocknen begann der Sonntag um 9 Uhr mit Seiltechnik. Den ganzen Vormittag ging es um die Sicherung mit Fixpunkten, Flaschenzugsysteme und den Aufbau einer Tyrolienne. Bei der Sicherung war auch gefragt, wie man ein variables System aufbaut, das auf jeden Fixpunkt mit der gleichen Kraft wirkt, wenn sich der Zug seitlich ändert.  Bei der Kraftersparnis mit Flaschenzugsystemen bauten wir mit Hilfe eines Kraftmessers einen kleinen Wettkampf ein:  wer am meisten Kilogramm mit der alleinigen Kraft seines eigenen Körpers ziehen kann. (Wer es glaub oder nicht, hier hat kein männlicher Teilnehmer die Nase vorne gehabt!)

Um die Mittagszeit hieß es dann wieder ab in den Neopren. Bepackt mit einem Sack voll Seiltechnik machten wir uns auf zur Iller um den eben gelernten Aufbau einer Tyrolienne mit Wasser zu testen. Da der Pegel mittlerweile nochmal gestiegen ist, hätte wohl keiner gedacht, dass das Seil beim ersten Versuch am anderen Ufer ankommt. Allerdings scheiterte der Aufbau einer zweiten Tyrolienne, die uns das Schwimmen auf dem Rückweg erspart hätte.

Unseren letzten Lehrgangstag begannen wir mit der schriftlichen Prüfung. Wer bei Theorie und Praxis aufmerksam dabei war, der meisterte diese mit links. Danach fuhren wir nochmals nach Vöhringen an die Iller um dort die Rettung mit Hilfsmitteln zu üben. Das funktionierte mal mehr und mal weniger. Leider konnten wir aufgrund des hohen Pegelstands nicht die verschiedenen Rettungsmethoden üben, welche man anwendet, wenn sich ein Auto im Wasser befindet.

Zum Abschluss putzen wir das verwendete Material und erhielten unsere Urkunden für die erfolgreiche Teilnahme am Lehrgang „Zusatzqualifikation Fließwasserrettung“.

Ich möchte mich ganz herzlich bei Roland Berner bedanken, der diesen Lehrgang ganz spontan auf die Beine gestellt hat und uns an seinem Wissen teilhaben ließ. Es machte eine Menge Spaß mit Dir und der Gruppe!

Melanie Augart

SEG-Einsatz Vermisstensuche

Am 12.05.2016 um 21:41 Uhr wurden die Schnelleinsatzgruppen Neu-Ulm und Senden zu einer Vermisstensuche nach Ludwigsfeld alarmiert. Ein 56 jähriger Mann wurde in einem Altenheim vermisst. Da sein Gesundheitszustand nicht gut war und es in Strömen regnete war eine groß angelegte Suche von Feuerwehr, Wasserwacht und Rettungshundestaffeln  angebracht. Die Feuerwehren hatten die Aufgabe, die Straßen von Ludwigsfeld abzusuchen. Unsere Aufgabe erstreckte sich auf das Absuchen der Gewässer um Ludwigsfeld.

Unser erstes Suchgebiet war das Naherholungsgebiet rund um den Baggersee, da das Gelände unseres Wachgewässers für uns ein „Heimspiel“ darstellte, konnte dieses schnell und gründlich abgesucht werden. Da keine Person aufgefunden werden konnte, wurden unsere Einsatzkräfte Richtung Gurrensee, Anglersee und zu mehreren Tümpeln weiter geschickt werden. Der Illerkanal wurde von anderen Einsatzkräften abgesucht. Als gegen 0:10 Uhr immer noch keine Person aufgefunden werden konnte, wurde der Einsatz abgebrochen.

Glücklicher Weise konnte der Vermisste am nächsten Tag wohlbehalten in Söflingen aufgefunden werden. Bei einem ähnlichen Einsatz im letzten Jahr kam er allerdings wesentlich weiter, da ging sein Ausflug bis an den Bahnhof nach München. Im Einsatz waren 15 Einsatzkräfte aus Neu- Ulm, 14 aus Senden und 6 aus Weißenhorn.

Helmut Graf

Ausbildung zum Wachleiter "Führen im Einsatz 2"

Rechtzeitig zur aktuellen Wachsaison fand im Kreisverband Neu- Ulm eine Wachleiterausbildung statt. Diese begann am Freitag, dem 6. Mai, um 19:30 Uhr mit den Theoriethemen Rechtsgrundlagen, Menschenführung und Dokumentation. Am Samstag standen dann die Themen Aufgaben eines Wachleiters, die Wachmannschaft sowie der Ablauf eines Wachdienstes auf dem Programm. Anschließend war dann genügend Zeit, praktische Fallbeispiele mit Führungssimulationstraining durchzuspielen. Die Teilnehmer bekamen Karten mit Bildern von Wasserwachteinsatzkräften und -Geräten. Mit diesen musste zuerst die Wachmannschaft mit deren Ausrüstung zusammengestellt werden. Je nach Fallbeispiel war die Anzahl der Einsatzkräfte vorgegeben. Nun mussten die Teilnehmer abwechselnd als Wachleiter verschiedene Einsätze, wie bei einem realen Wachdienst, durchspielen. Anweisungen mussten gegeben werden und an viele, bei einem Einsatz relevanten Dinge, gedacht werden. Durch die Karten hatten die angehenden Wachleiter immer den Überblick über noch verfügbares oder schon im Einsatz befindlichen Personal bzw. Material. Schnell musste entschieden werden ob die eigene Wachgruppe den Einsatz abarbeiten kann oder ob nachalarmiert werden muss, ein Notruf muss abgesetzt werden und vieles mehr. Bei einer Nachalarmierung müssen dann noch ganz andere Gegebenheiten beachtet werden, z.B. wie viele Einheiten von welchen Organisationen rücken an, wo können zusätzliche Fahrzeuge sinnvoll abgestellt werden wo wird eine gemeinsame Einsatzleitung aufgebaut, muss für einen Rettungshubschrauber ein Landeplatz geschaffen werden? Auch diese zusätzlichen Einsatzmittel wurden durch zusätzliche Karten dargestellt. Wie bei einem echten Einsatz kam ganz schöner Stress bei den Teilnehmern auf. Im Anschluss an die einzelnen Fallbeispiele wurden von den Teilnehmern die Maßnahmen bewertet und Verbesserungsvorschläge diskutiert. Wie auch im echten Einsatz weis man hinterher natürlich alles besser, aber so ein Lehrgang soll ja auf die Realität vorbereiten.

Alle 10 Teilnehmer aus den Ortsgruppen Neu-Ulm, Senden, Weißenhorn und Elchingen haben den Lehrgang erfolgreich beendet. Nun beginnt eine lange Zeit, in der noch viel vor Ort geübt werden muss und in der die Teilnehmer ihre eigenen Erfahrungen sammeln müssen, um die Tätigkeit eines Wachleiters und die Abarbeitung von Einsätzen routiniert abarbeiten zu können. Viel Erfolg bei dieser wichtigen Aufgabe.

Von der Ortsgruppe Neu-Ulm nahmen erfolgreich Michael und Andreas Kießling, Patrick König und Christoph Weiß teil.

Helmut Graf

Muttertagsbasteln

Für einen ganz besonderen Tag, benötigt man ein ganz besonderes Geschenk, für einen ganz besonderen Menschen.“

Unter diesem Motto fand Ende April traditionell unser Muttertagsbasteln statt. Damit aus einer stinknormalen Holzkiste ein ganz besonderes Geschenk wurde, ließen acht Kinder ihrer Kreativität freien Lauf. Jede Mama ist ein ganz besonderer Mensch. Und so stellten wir fest, dass die Kinder mit einer Menge Ausdauer bei der Sache waren. Je bunter die Kisten wurden, desto mehr Freude hatten die Kinder dabei, diese weiter zu verzieren.

Vielen Dank an alle Kinderchauffeure und an meine Mum, die mich und die Kinder tatkräftig bei der Bastelaktion unterstützte.

Melanie Augart

Schwimmkurs für jugendliche Flüchtlinge

Für uns ist es mittlerweile selbstverständlich, dass Kinder und Jugendliche schon früh lernen zu schwimmen und das Verständnis für die Gefahren des Wassers kennen lernen. Jedoch mussten wir schon früh erkennen, dass vielen Jugendlichen, die aus den Krisengebieten geflüchtet sind, genau dieses Verständnis fehlt. Da genau so etwas oft lebensgefährlich ist haben wir schnell Handlungsbedarf gesehen.
Kurzerhand organisierten wir mit der Diakonie Neu-Ulm einen Schwimmkurs für Asylbewerber. In diesem sind wir vor allem darauf bedacht, die Gefahren im und am Wasser deutlich zu machen und dafür Sorge zu tragen, dass sich jeder aus eigener Kraft im Wasser fortbewegen kann.

So startete im Herbst unsere erste offizielle Trainingseinheit. Diese finden seither jeden Samstagmorgen im Hallenbad Offenhausen statt. Mit mindestens vier Trainern pro Samstag kümmern wir uns um bis zu 18 lernfreudige Jugendliche.

„Jeden Samstag sehen wir junge Asylbewerber, die mit vielen Änderungen in ihrem Leben kämpfen müssen. Angefangen bei einem Klima, dass sie so nicht gewöhnt sind und sogar davor Angst haben. Im Sommer mussten einige von ihnen hautnah erleben, wie gefährlich tiefe Gewässer für Nichtschwimmer wirklich sind. Doch nun sehen wir jede Woche hochmotivierte junge Männer, die bereit sind zu lernen, sich gegenseitig unterstützen und dankbar für die Chance sind, die sie durch uns bekommen.“ (Michael Kießling, stv. Technischer Leiter)

Dieser Schwimmkurs wird so noch einige Zeit bestehen bleiben, sofern das Interesse daran bestehen bleibt und sich genügend Trainer finden, die sich ausschließlich ehrenamtlich jeden Samstagmorgen die Zeit nehmen um unseren Mitmenschen etwas Gutes zu tun.

An dieser Stelle einen herzlichen Dank an alle Trainer aus unserer Wasserwacht Ortsgruppe für ihr Engagement und an die Diakonie Neu-Ulm, die selbst auch die Probleme richtig erkannt hat und mit uns gemeinsam eine Lösung gefunden hat.

Ersatzbeschaffung Mannschaftstransportwagen "MTW"

Im Sommer des letzten Jahres war bei unserem doch schon in die Jahre gekommenen Mannschaftstransporter die TÜV Prüfung fällig. Leider wies das Fahrzeug nach über 220.000 km Fahrleistung und 16 Einsatzjahren, davon 4 im Fahrdienst, so kostenintensive Mängel auf, dass sich eine Reparatur nicht mehr lohnte. So mussten wir das Fahrzeug abmelden und uns mit einer Ersatzbeschaffung befassen. Schon bei den ersten Einsätzen nach der Außerdienststellung fehlte das Fahrzeug an allen Ecken und Enden. Da in unserem Einsatzfahrzeug fünf Einsatzkräfte und nur ein Teil unserer umfangreichen Wasserrettungsausrüstung  untergebracht werden können, muss nun zusätzliches Einsatzpersonal und – Material mit Privatfahrzeugen zum Einsatzort gebracht werden. Auch für die Jugendveranstaltungen steht uns momentan kein Fahrzeug zur Verfügung.

Zur Planung der Ersatzbeschaffung wurde ein Arbeitskreis gebildet, der zuerst ein Pflichtenheft erstellte, in dem festgelegt wurde, was das neue Fahrzeug haben muss, bzw. auf was verzichtet werden kann. Anschließend wurden von den verschiedensten Herstellern Angebote eingeholt und mit unserem Pflichtenheft abgeglichen. Da wir so gut wie immer mit Anhängern unterwegs sind und auch unsere Boote an entsprechenden Stellen geslippt werden müssen, wurde auf einen Hinterradantrieb großen Wert gelegt. Dadurch fielen einige Hersteller schon mal durch das Raster. Letztendlich entschieden wir uns für einen Sprinter von Mercedes Benz. Dieses Fahrzeug hat die gleiche Bedienung wie unser Einsatzfahrzeug und trägt dadurch auch zur Bedienungssicherheit in Einsätzen bei. Da die Bestellung noch im Dezember erfolgen konnte, rechnen wir mit der Auslieferung im April 2016 rechtzeitig zur Wachsaison.

Allerdings muss das Fahrzeug dann noch mit Sondersignal, Beschriftung und Regalen ausgebaut werden. Auch die Digital- Funkanlage wird dann eingebaut. Für die Ausstattung werden noch dringend Sponsoren gesucht. Da wir leider für ein solches Fahrzeug keinerlei Zuschüsse bekommen können, sind wir dringend auf Spenden angewiesen. Wir haben aus Einsparungsgründen auf viele heute eigentlich übliche Ausstattung wie z.B. Klimaanlage usw. verzichtet und auch den Ausbau werden wir selber erledigen.   

Helmut Graf