Willkommen bei der Wasserwacht Ortsgruppe Neu-Ulm

Weihnachtsbäume auf Spendenbasis

Echte Nordmanntannen auf Spendenbasis - Sie bestimmen selbst, wie viel Sie in die Spendenbox werfen. Der Erlös kommt unserer BRK Wasserwacht Ortsgruppe Neu-Ulm zu Gute und dient der Finanzierung unseres neuen Wasserrettungsfahrzeugs und der zugehörigen Ausrüstung.

Am Samstag, 10. Dezember 2016, ab 10 Uhr in der Sterngasse 2 in 89233 Pfuhl.

Lieferung nach Hause innerhalb Pfuhls möglich.

Verpflegung vor Ort erhältlich.

Mit freundlicher Unterstützung von
Franke Meisterbetrieb Spenglerei und Dachdeckung in Pfuhl (www.franke-spenglerei.de)

Vermisstensuche Donau

Am Dienstag, den 22.11.2016, wurden wir telefonisch gegen 11:45 Uhr von der DLRG Ulm um Unterstützung bei der Suche nach einer vermissten Person gebeten. Die Polizei Ulm hatte die DLRG alarmiert, die Donau von der Illerbrücke bei Wiblingen bis zum Rettungskran abzusuchen. Wegen der ungünstigen Tageszeit wurde von einer Alarmierung über Melder abgesehen, da der Personalbedarf von nur einer Bootsbesatzung übersichtlich war, konnte in kurzer Zeit über unsere WhatsApp Gruppe eine ausreichende Bootsbesatzung zusammengestellt werden und mit dem MTW Wasserrettung und unserem Geräteanhänger an die Illerbrücke ausrücken. Da das neue Boot der Kollegen wegen des Tiefganges nur bis Höhe Illerkanal absuchen konnte, machte es Sinn, die Suche mit dem überall einsetzbaren Schlauchboot unseres Geräteanhängers von der Illerbrücke aus flussabwärts in Angriff zu nehmen. Die ca. 2-stündige Suche wurde erfolglos beendet.

Helmut Graf

Wasserrettungseinsatz: Person im Wasser

Am Abend des 10. Oktobers bemerkten Passanten ein auf der Donau treibendes Schlauchboot. Da die darin befindliche Person nicht auf Ansprache reagierte wurde unter anderem unsere Schnell-Einsatz-Gruppe alarmiert. Im weiteren Verlauf stieg die Person aus dem Schlauchboot aus und fiel dabei ins Wasser. Ein Boot der Feuerwehr zog den Mann aus dem Wasser und übergab ihn an den Landrettungsdienst. Obwohl er stark alkoholisiert war, wurde deutlich dass er alleine unterwegs war. Somit konnte der Einsatz auch für unsere SEG beendet werden, die weiter flussaufwärts bereits das Rettungsboot ins Wasser brachte.

Viele Ausbildungen im Herbst

An den Wochenende im Oktober fanden viele Ausbildungen statt. Am traditionellen Wasserretter-Kurs der Kreis-Wasserwacht wurden die Grundlagen der aktiven Wasserrettung vermittelt. Neben der Rettung von Personen in Motorboote lag der Schwerpunkt der Praxistage auch auf dem richtigen Verhalten in fließenden Gewässern, um die Gefahren rechtzeitig erkennen und richtig einschätzen zu können.
Nach der Umstellung des Ausbildungskonzeptes der Wasserwacht sind die Inhalte der Sanitätsdienstausbildung in die Ausbildung zum Wasserretter integriert. So erlernten die Teilnehmer beispielsweise auch die fachgerechte Versorgung von Knochenbrüchen oder thermischen Schäden und den Einsatz der umfangreichen medizinischen Materials. Von unserer Ortsgruppe nahmen Kai Haggenmüller und Paul Wolf mit Erfolg teil.

Am Bodensee waren zeitweise viele Wasserwacht-Boote auf dem Wasser unterwegs. Bei der theoretischen und praktischen Prüfung zum Motorrettungsbootführer stellten die Auszubildenden unter anderem ihre Kenntnisse über den fachgerechten Umgang mit dem Boot, die Vorfahrtsregeln und die ordnungsgemäßen Fahrmanöver unter Beweis. Unser Ausbilder Bootsdienst freute sich, am Ende des Tages den Führerschein an Miriam Fackler aus unserer Ortsgruppe überreichen zu können.

Auch in der Einsatzleitung stand eine Fortbildung an, so waren Matthias Scheidl und Nikolai Köhler auf dem Lehrgang zum "Einsatzleiter Wasserrettungsdienst". Im Einsatzfall koordiniert dieser die beteiligten Schnell-Einsatz-Gruppen Wasserrettung und kooperiert mit den jeweiligen Einsatzleitern des Landrettungsdienstes, der Polizei, Feuerwehr und allen anderen beteiligten Hilfsorganisationen.

Wir gratulieren recht herzlich allen Teilnehmern der Ausbildungen.

 

Vorbereitung auf die kalte Jahreszeit

Als Vorbereitung auf die kalte Jahreszeit führten wir am 21. Oktober ein Test-Schwimmen im Ludwigsfelder Baggersee durch. Dabei wurden die passenden Neoprenanzüge getestet, um diese im Einsatzfall noch schneller für unsere Wasserretter parat zu haben. Ein Schwimmer wagte sich sogar nur mit Badehose und mit Wollmütze bekleidet ins Wasser. Nach einer warmen Dusche liessen wir den Abend gemütlich bei einem Pizza-Essen ausklingen.

1. SEG-Einsatz mit Digitalfunk

Am Morgen des 8. Oktobers 2016 wurde unsere Schnell-Einsatz-Gruppe Wasserrettung zu einem Einsatz an die Donau im Bereich der Friedrichsau alarmiert. Vor Ort wurden Kleidungsstücke am Ufer gefunden worden, die auf eine Person im Wasser hindeuten. Sofort wurde der entsprechende Bereich von unseren Tauchern abgesucht. Parallel dazu verlief mit den anderen beteiligten Hilfsorganisationen eine Suche mit Booten, die weiter flussabwärts auch erfolgreich war. Eine Person wurde aus dem Wasser gerettet und dem Rettungsdienst übergeben.

Dies war für unsere SEG der erste Einsatz, bei dem der Anfang Oktober eingeführte Digitalfunk verwendet wurde. Dieser stellte sich vor allem durch den dauerhaften Kontakt mit der integrierten Leitstelle (ILS) Donau-Iller als vorteilhaft heraus. Da nun auch der Einsatzstellenfunk bei der ILS ankommt, konnte diese wichtige Zusatzinformationen durchgeben, insbesondere weil noch nicht alle bei einem Einsatz an der Donau beteiligten Organisationen auf Digitalfunk umgestellt haben.

Neues SEG-Fahrzeug

Pünktlich zum Start des Digitalfunkbertriebes am 4. Oktober 2016 ist unser neuer Mannschaftstransporter (MTW) Wasserrettung einsatzklar. Er ist mit Sondersignal, sowie Digital- und Analogfunkgeräten ausgerüstet. Im MTW Wasserrettung werden 5 komplette Wasserretterausrüstungen, 2 Tauchgeräte, Wathosen, ein AED Defibrillator sowie ein Notfallrucksack mitgeführt. Das Fahrzeug ergänzt unser 1. Wasserrettungsfahrzeug mit dem Geräteanhänger und dient als Zugfahrzeug für unser Einsatzmotorrettungsboot und als Zubringer für unsere Wasserretter.

Das Fahrzeug wurde aus Eigenmitteln der Ortsgruppen beschafft und in erheblicher Eigenarbeit unserer Mitglieder an die spezifischen Anforderungen ausgebaut.

Infos und News Ausgabe 57 - Oktober 2016

Im vergangenen Quartal hat sich in unserer Ortsgruppe viel getan, in gewohnter Weise gibt die neue Ausgabe 57 (Oktober 2016) unseres Info-Blättles „Infos & News“ einen kompakten Rückblick.Wir wünschen Allen viel Spaß beim Lesen.

In dieser Ausgabe:

  • 3 Männer am See gerettet
  • Taucheinsatz zur Rettung einer Person in Munderkingen
  • Tauchübung
  • SEG-Einsätze fast täglich
  • Donaufest, Lichterserenade und Nabada
  • Einsteintriathlon
  • Neue Bootsführer
  • Vermisstensuche in Ludwigsfeld
  • Trauer um Suggi
  • Wasserrettung in Ludwigsfeld
  • Übungsabend am Baggersee
  • Löwenfest
  • Seit 40 Jahren im Ehrenamt - Warum macht man das?
  • Bayernweite Übung
  • Neues SEG-Fahrzeug
  • Absicherung beim Einstein-Marathon
  • Hochzeiten
  • Termine

Bayernweite Übung

Am 1. Oktoberwochenende fanden bayernweit Übungen der Wasserwacht Schnelleinsatzgruppen und Wachstationen statt. Von den Technischen Leitern der Wasserwacht Bayern wurden verschiedene Szenarien erarbeitet, die abgearbeitet werden mussten. Die Durchführung wurde von Einsatzleitern Wasserrettungsdienst, mittels Bewertungsbogen, bewertet und die Ergebnisse werden anschließend bayernweit ausgewertet.

Am 1. Oktober um 10 Uhr trafen sich nun einige Einsatzkräfte unserer Ortsgruppe um sich den Übungen zu stellen. Die Einsatzkräfte kannten die Aufgaben vorher nicht. Wie auch bei einem realen Einsatz, legten sich die Taucher und Wasserretter schon während der Anfahrt ihre Neoprenanzüge an. Am Bereitstellungsort beim Ludwigsfelder Naherholungssee erhielt unsere SEG ihren Einsatzauftrag. Eine Person drohte zu ertrinken. Der SEG Einsatzleiter hatte nun die Aufgabe, die Lage zu beurteilen und schnellstmöglich seine Einsatzkräfte in den Einsatz zu bringen. Schon auf der Anfahrt zu den Einsatzorten werden kurze Absprachen getroffen, wer welche Aufgabe übernehmen soll. Deshalb sind dann am Einsatzort nur noch kurze Anweisungen nötig. Bei „unserem Einsatz“ wurde als erste Maßnahme vom SEG Leiter ein Wasserretter mittels Rettungsbrett in Richtung der verunglückten Person geschickt, der diese schnell über Wasser sichern konnte. Gleichzeitig wurde das Motorrettungsboot zu Wasser gebracht um dann den Wasserretter zu unterstützen, indem mittels eines Spineboards die Person ins Motorrettungsboot gerettet wurde. Sofort wurde mit der Behandlung begonnen und die Person zum Übergabepunkt gebracht, wo sie von den restlichen Einsatzkräften übernommen wurde. Das waren in dem Fall die Taucher, die (nachdem die Person vom Rettungsbrettfahrer gesichert war)  nicht mit auf das Wasser mussten. Wäre die Person untergegangen, stünden die Taucher bereit und würden sofort mit dem Motorrettungsboot zur Unfallstelle gebracht werden.

Das war’s aber noch nicht für diesen Tag. Da wir am Ludwigsfelder Naherholungssee eine gut ausgerüstete Wachstation betreiben, stand auch noch eine Übung an unserer Wachstation an.

Die Voraussetzungen sind dann etwas anders, das Einsatzgerät wird schon bei Wachbeginn einsatzfähig vorbereitet. Motorrettungsboote und Rettungsbretter sowie das Sanitätsmaterial werden an vorher festgelegten Plätzen bereitgestellt und auf ihre Einsatzfähigkeit geprüft. Bei einer Wachbesprechung mit der Wachmannschaft werden den Wachgängern die Aufgaben bei einem Notfall zugeteilt, deshalb können die Einsatzkräfte auch schnell bei einem Notfall, auf die vom Wachleiter ausgesprochenen Anweisungen reagieren.

Nachdem dies alles wie bei einem normalen Wachdienst erledigt war, konnte die Übung beginnen. Auch hier musste, diesmal von einem Wachleiter, die Lage beurteilt werden. Auf der Liegewiese lagen Kleider einer Person und ein bekannter Langstreckenschwimmer wurde vermisst. Auch bei so einer Lage, die immer wieder vorkommt, muss der Wachleiter unter hohem Zeitdruck oftmals lebensrettende Maßnahmen einleiten. Hier war es dann offensichtlich etwas einfacher, weil aus einer weit entfernten Ecke Hilferufe zu hören waren. Im Großen und Ganzen wurden die gleichen Maßnahmen wie bei der ersten Übung durchgeführt und als dieser, von der WW Bayern vorgegebene Teil der Übung, genau so souverän wie bei der ersten Übung durchgeführt war, kam eine kleine Gemeinheit zum Tragen, die die Übungsorganisatoren eingebaut hatten. Die Person, die um Hilfe gerufen hatte und schnell „gerettet“ war, war weiblich und die vermisste Person eigentlich ein Mann. Sofort musste die Lage neu beurteilt werden und nun kamen auch die Taucher zum Einsatz. Mittels eines Motorrettungsbootes und einer mit drei Rettungstauchern bestückten Schleppstange wurde die „übliche Schwimmstrecke“ des Vermissten abgesucht. Da keinerlei Hinweise bekannt waren, wo er genau untergegangen sein könnte, zog sich diese Suchaktion fast eine Stunde hin. Dann allerdings konnte die vorher versenkte Übungspuppe gefunden, geborgen und ebenfalls unter realen Bedingungen zum Übergabepunkt gebracht werden.

Zum Abschluss konnte, nachdem das Einsatzgerät wieder einsatzklar in die Fahrzeuge verstaut war, bei einem zünftigen Mittagessen unter strahlendem Sonnenschein, über die Übungen gefachsimpelt werden.

Das Fazit dieser Übung war durchaus positiv und zeigte die hohe Ausbildungsqualität unserer Einsatzkräfte, die mit durchweg guter Ausrüstung im Übungs- und natürlich auch im Ernstfall ganzjährig, zu jeder Tages- und Nachtzeit rund um die Uhr für Notfalleinsätze am und im Wasser, sowei bei Großschadensereignissen und Katastrophen zur Verfügung stehen.

Vielen Dank an alle Mimen, Teilnehmer und Vorbereitern, die diese Übung möglich gemacht haben.

Helmut Graf