Willkommen bei der Wasserwacht Ortsgruppe Neu-Ulm

Übungsabend am Baggersee

Die hallenbadlose Zeit nützt unsere Ortsgruppe um Übungen an unseren Gewässern abzuhalten. So geschehen auch am Dienstag, den 30.8. an unserer Wachstation in Ludwigsfeld. Da nächstes Jahr eine Ausbildung zum Rettungstaucher ansteht, wurden einige Interessierte in die Aufgaben eines Rettungstauchers eingeführt. Als erstes konnten sich die Teilnehmer über den Umfang einer Tauchausrüstung informieren. Rettungstaucher erklärten die einzelnen Teile und wie man damit umgeht. Weiter ging‘s mit Trockenübungen: die Jungaktiven bekamen nach einer kurzen Einweisung Taucherbrillen aufgesetzt, die mit Papier so präpariert wurden, dass sie nichts sehen konnten. Wie bei einem Taucher, der sich unter Wasser auch auf die Leinenzeichen verlassen muss, führten sich die angehenden Taucher gegenseitig über eine Übungsstrecke bis zum jeweiligen Ziel. Als Abschlussübung konnten die Jugendlichen die praktische Anwendung der Leinenführung durch Signalmänner beobachten und auch selber testen, wie es sich anfühlt Leinenzeichen vom Taucher zu erhalten oder an ihn weiterzugeben.

Dass zu einer Übung oder auch nach einem Einsatz auch das Wiederherstellen der Einsatzbereitschaft gehört, bildete den Abschluss der Übung. Bei Pizza in geselliger Runde konnte noch weiter über die eine oder andere Frage gefachsimpelt werden.

Helmut Graf

Wasserrettung in Ludwigsfeld

Am Sonntag, den 28. August, konnte die Wachmannschafft durch ihre Aufmerksamkeit gleich 2-mal Schlimmeres verhindern: Schon am Nachmittag wagte sich ein nicht sehr geübter Schwimmer mit einer Schwimmhilfe auf ein Bade-Floß. Die Schwimmhilfe kam ihm aber abhanden und trieb, für die Wachmannschaft offensichtlich herrenlos, im See. Sofort wurde ein Wasserretter mit einem Rettungsbrett losgeschickt um die Herkunft der Schwimmhilfe zu klären. Der Wasseretter konnte den Besitzer, der sich nicht mehr selber zurück zu schwimmen traute, auf dem Bade-Floß ausmachen und sicher wieder ans das Ufer zurückbringen.

Nicht ganz so glimpflich ging dann ein Notfall kurz vor Wachende aus. Zeitgleich mit der Wachmannschaft wurden Badegäste auf Hilferufe aus dem Badesee aufmerksam. Wieder unterschätzte ein wenig geübter Schwimmer die Gefährlichkeit eines Baggersees. Die schnellste Rettungsmöglichkeit stellte bei diesem Notfall die Rettung durch zwei Wasserretter mit Rettungsbrettern dar. Der Ertrinkende konnte schnell, aber auch in quasi letzter Sekunde gerettet und auf einem Rettungsbrett gesichert werden. Da der Patient schon mehrfach mit dem Kopf unter die Wasseroberfläche geraten war, standen weitere Wasserretter mit Notfallausrüstungen und Combicarrier zur Übernahme und weiteren Versorgung am Ufer bereit. Nach der Erstversorgung verbrachten die Einsatzkräfte den Geretteten in den Sanitätsraum der Wachstation. Um Spätschäden, die bei Eindringen von Wasser in die Lunge auch Stunden später auftreten können, besser überwachen und behandeln zu können, musste der Rettungsdienst nachalarmiert werden, um den Patienten in ein Krankenhaus zu bringen.

Leider sind sich viele Badegäste nicht bewusst welche Gefahren ein Baggersee mit sich bringt. Kleine Kinder, die nicht schwimmen können, sind unbeaufsichtigt und zu allem Überfluss noch ohne irgendeine Sicherung im Wasser. Auch viele Personen aus dem Ausland kennen diese Gefahren nicht und obwohl sie nicht annährend ausreichend schwimmen können, wagen sie sich in ihnen unbekannte Gewässer und ertrinken leider sehr oft.

Ein anderes Problem, mit dem sich in letzter Zeit unsere Wachmannschaften immer mehr auseinandersetzen müssen, sind uneinsichtige und zum Teil schnell ausfällig werdende Badegäste, die Absperrungen für Rettungswege missachten oder Rettungsmittel, die am Ufer für schnelle Rettungsaktionen bereit stehen müssen, blockieren oder sogar einfach selbst benutzen. Das Schlimme ist das Unverständnis dieses Personenkreises, der nicht einsieht warum er jetzt mit diesem Rettungsbrett, das da ja nur so am Ufer herumliegt, nicht fahren darf, wenn er es doch jetzt will. Genauso gelte doch die Absperrung durch Pylonen für ihn nicht und er kann sich vor die Wasserrettungsfahrzeuge legen - wenn unser Einsatzfahrzeug raus muss, oder der Notarzt und der Rettungsdienst die Wachstation anfahren müssen, ist er ja da und geht dann schon aus dem Weg. Wenn man diese „Badegäste“ darauf anspricht, bekommt man zur Antwort, ihnen das alles egal wäre. Solche Zeitgenossen erleichtern unsere ausschließlich ehrenamtlich geleistete Arbeit leider nicht, sondern sie gefährden Rettungsaktionen, bei denen es oft um Sekunden geht.

Helmut Graf

Vermisstensuche in Ludwigsfeld

Am Nachmittag des Donnerstag, 18. August 2016, wurden gegen 16:15 Uhr die Schnelleinsatzgruppen Wasserrettung der BRK-Wasserwachten Neu-Ulm, Senden und Illertissen zu einer Vermisstensuche alarmiert. 37 Helfer rückten mit ihren Einsatzfahrzeugen aus und unterstützten die Suche nach einem 75-jährigen Mann.
 
Der Bewohner des Seniorenwohnheims in Ludwigsfeld war mit seinem Rollator unterwegs. Einsatzkräfte der BRK-Wasserwacht, Polizei, Feuerwehr, eine Rettungshundestaffel sowie der BRK-Bereitschaft suchten die Umgebung des Seniorenwohnheims ab. Da fußläufig auch etliche Gewässer zu erreichen sind, suchten mehrere Wasserwacht-Trupps mit Wasserrettern die Uferbereiche aller nahe gelegenen Badeseen und Weiher sowie der Bäche und Flüsse ab. Auch ein Motorrettungsboot kam zum Einsatz.
 
Die Suche wurde am frühen Abend erfolgreich beendet, nachdem ein Rettungshund den Vermissten nahe des Seniorenwohnheims gefunden hat.

Alfons Sailer (KWW)

Löwenfest

Am 16.8. fand unser 4. Löwenfest am Baggersee in Ludwigsfeld statt. Bei wunderschönem sonnigen Wetter mit super 28°. Es gab wieder den obligatorischen Wurstsalat in mehreren Variationen, Obatzter, verschiedene Käse, Kuchen und Schokoladenküsse. Sascha Prause als Juli Löwe kam zu uns neun August Löwen noch dazu. Gordon und Gerda beteiligten sich auch daran und brachten Kuchen mit. Es war ein sehr gelungener Trainingsabend mit viel Teilnehmern. Den Stechmücken hat es anscheinend auch gut gefallen, denn die fielen ab 20 Uhr 30 über uns her.

Griseldis Lemmermann

Einsteintriathlon

Nun schon zum 4. Mal fand am 7. August in Ulm der Einsteintriathlon statt. Erst um 7:00 Uhr konnte vom Veranstalter bei einer Besprechung vor Ort mit der Wasserwacht, der DLRG und dem THW Ulm beschlossen werden, das Schwimmen durchzuführen. Starke Regenfälle an den Vortagen hatten den Wasserstand stark anschwellen lassen. Über Nacht ging der Wasserstand dann stark zurück. Bei Wassertemperaturen von gerade 14°C mussten die Schwimmer und Schwimmerinnen allerdings mit Neopren Anzügen schwimmen. Es standen 3 Schwimmstrecken zur Auswahl, an den jeweiligen Start’s wurden die Teilnehmer in maximal 3 Gruppen im Abstand von 10 Minuten in die Fluten geschickt. Durch die immer noch starke Strömung erreichten die Teilnehmer schnell den Zielbereich. Unsere Wasserretter und Bootsbesatzungen sicherten in Zusammenarbeit mit den Kollegen der DLRG die Schwimmstrecke ab, besonders im Zielbereich waren unsere Wasserretter gefordert, zuerst um die Schwimmer Richtung Ufer an die Ausstiegsstelle zu leiten und um ihnen dann beim Ausstieg behilflich zu sein. Das Wetter belohnte die Veranstaltung mit strahlendem Sonnenschein und die Wasserrettung hatte keine Unfälle zu beklagen.

Helmut Graf

Neue Bootsführer

Wir gratulieren unseren beiden Anwärtern zur erfolgreichen Prüfung zum Motorbootführer. Viel Spaß bei eurer neuen Aufgabe und allzeit eine Hand breit Wasser unter dem Kiel!

Leider konnte unsere dritte Anwärterin aus beruflichen Gründen nicht zur Prüfung antreten, sie wird diese im September nachholen.

Donaufest, Lichterserenade und Nabada

Im Juli ist auf unseren Gewässern Einiges geboten, neben dem normalen Wachdienst an unseren Wachstationen, finden vielfach Veranstaltungen statt, die wir absichern. Am 9. Juli war ein Motorrettungsboot mit Besatzung beim Abschlussfeuerwerk für das Donaufest beim Edwin Scharff Haus bis Mitternacht im Einsatz.

Der nächste „Nachteinsatz“ wurde schon am Samstag drauf erledigt, am 16. Juli fand die Lichterserenade statt. 14.000 farbige Teelichter schwammen stimmungsvoll die Donau hinunter, zwischendurch wurden Feuerwerke abgebrannt, dazu säumen tausende Zuschauer die Ufer. Zu dieser Absicherung waren drei Motorrettungsboote mit Besatzung an der Donau, zwei von unserer Ortsgruppe und eines aus Weißenhorn.

Das Highlight jeden Jahres ist aber natürlich das Nabada, das am 18. Juli wieder tausende an die Ufer und vor allem in die Donau lockte. Zur Erledigung unserer sicher nicht leichten Aufgabe - hauptsächlich das Neu-Ulmer Ufer und die vielen Schlauchbootfahrer und -fahrerinnen sowie die teilnehmenden Schwimmer abzusichern - stehen uns dankenswerter Weise viele Ortsgruppen aus nah und fern zur Seite. Diese kommen aus Augsburg, Wertingen, Dillingen, Krumbach, Illertissen, Bellenberg, die Wasserwacht und der Funktrupp aus Weißenhorn, Senden und natürlich unsere eigenen Einsatzkräfte aus Neu-Ulm. Auch das THW und die Feuerwehr Neu-Ulm stehen uns mit je zwei Motorbootseinheiten zur Seite. So kommen schnell mal ca.100 Wasserwachtler zusammen. Das Wetter war ideal die Strömung gerade richtig, nur das Wasser war mit 14°C etwas kühl.

Ein größeres Problem stellte sich gleich zu Beginn der Veranstaltung, viele freien Nabader mit ihren Schlauchbooten starteten zu früh und brachten die großen Ulmer Schachteln in Bedrängnis. Die Schachteln werden mit langen Rudern gesteuert und dies ging nicht, weil sich in deren Arbeitsbereich lauter Schlauchboote aufhielten. So kamen die Schachteln quer zur Strömung die Donau herunter und liefen Gefahr an die Herdbrücke zu stoßen. Zwei unserer Bootsbesatzungen kamen zur Hilfe und so konnte diese gefährliche Situation gemeistert werden. Das kalte Wasser schreckte offensichtlich keine freien Nabader ab und so bot die Donau das schon gewohnte sehr bunte Bild aus Schlauchbooten, Mottofähren, Musikkappelen und Flößen. Der gesamte Einsatz verlief aber trotzdem relativ ruhig, 12 Patienten mussten mit verschiedensten Blessuren und den üblichen Schnitt- und Platzwunden versorgt werden.

Vielen Dank an alle Beteiligten und auch für die gute Zusammenarbeit mit den weiteren am Einsatz beteiligen Wasser- und Landrettungsorganisationen aus Ulm und Neu-Ulm. 

Helmut Graf

SEG-Einsätze fast täglich

Wie bereits berichtet, musste unsere Schnelleinsatzgruppe schon am Freitag, den 8. Juli, die Kollegen der DLRG Ulm in Munderkingen bei einem Wassernotfall unterstützen. Unseren Tauchern gelang die Bergung der verunglückten Person aus schwierigen Wasserverhältnissen unterhalb einer Wehranlage.

Ca. 25 Stunden später, am 9. Juli, erreichte unsere SEG Einsatzkräfte der nächste Alarm. An der gleichen Stelle wie am Vortag ertrank ein Schwimmer.  Durch den 1. Einsatz waren Anfahrt und die Gegebenheiten vor Ort bekannt und so konnten unsere Taucher auch diese Person bergen und dem Rettungsdienst übergeben. Leider konnten beide Personen nicht wiederbelebt werden. Der Badeplatz wurde daraufhin von der Stadt Munderkingen gesperrt.

Schon am Sonntag, den 10. Juli, stand der nächste Einsatz an. Die Wachmannschaft am Ludwigsfelder Badesee hatte gerade zwei Notfälle im Sanitätsraum zu versorgen, als zusätzlich eine besorgte Mutter ihrer 10 jährige Tochter vermisste. Sofort wurde eine Landsuche organisiert und die Badefloße mittels eines Motorrettungsbootes abgesucht. Da diese Suchen kein Ergebnis lieferte, fingen Wasserretter mit ABC-Ausrüstung an, das Gewässer um einen Badesteg im Wasser abzusuchen. Parallel wurden die Schnelleinsatzgruppen Neu-Ulm und Senden zur Wassersuche alarmiert. Bei einem SEG Alarm werden auch die Feuerwehr und das THW Neu-Ulm mit alarmiert. Als die ersten Fahrzeuge am Einsatzort eintrafen, lief zufälliger Weise das gesuchte Mädchen vor dem Feuerwehr Fahrzeug wohlbehalten vorbei und der Einsatz konnte abgebrochen werden.

Am Dienstag, den 12. Juli, schrillten die Meldeempfänger abermals. Die Polizei forderte zuerst den Einsatzleiter Wasserrettungsdienst zu einer Vermisstensuche an. Eine männliche Person mit vermutlich gesundheitlichen Problemen wurde vermisst. Zusammen mit Feuerwehr und Polizei wurde das weitere Vorgehen besprochen und daraufhin die Schnelleinsatzgruppen Neu-Ulm und Senden sowie die Unterstützungsgruppe Weißenhorn hinzualarmiert. Die Aufgabe der Einsatzkräfte war die Uferabsuche von Teilen der Iller und der Donau. Hierzu waren drei Motorrettungsboote der Wasserwacht und zwei der Feuerwehr im Einsatz. Auch Fußtrupps mit Wasserretter wurden eingesetzt. Leider konnten die 35 eingesetzten Wasserwachteinsatzkräfte und die Kollegen von Feuerwehr und Polizei die vermisste Person nicht finden.                 

Helmut Graf

Tauchübung

Im Rahmen unseres monatlichen Übungsprogramms veranstalteten wir am 9. Juli eine Tauchübung am Ludwigsfelder Badesee. Der Fokus lag dabei auf der Einbindung möglicher zukünftiger Taucher bei der Ausbildung im nächsten Jahr. So wurde jedem Taucher ein möglicher Auszubildender zugeteilt, die dann gemeinsam die komplette Ausrüstung vorbereiteten. Anschließend wurden die Grundlagen der Schleppstange an Land gezeigt und natürlich praktisch im See geübt.

Bei einer "Schleppstange" wird hinter dem Rettungsboot eine Stange gezogen, an der sich die Taucher festhalten können. Zur Kommunikation der Taucher mit dem Boot steht eine Signalleine zur Verfügung. Mit diesem System ist möglich, eine große Fläche in kurzer Zeit abzusuchen.

Taucheinsatz zur Rettung einer Person in Munderkingen

Am Abend des 8. Juli wurde unsere Schnell-Einsatz-Gruppe zur Unterstützung nach Munderkingen alarmiert. Dort war eine Person unterhalb einer Wehranlage in den Wasserunruhen in eine missliche Lage geraten und letztendlich von einem Strudel unter Wasser gezogen worden. Die Einsatzkräfte der Feuerwehren und der DLRG Ulm suchten den Bereich mit Booten und mehreren Wasserrettern ab. Nach unserem Eintreffen wurde dann mit einem Taucheinsatz begonnen, woraufhin der Verunglückte schnell gefunden und dem Landrettungsdienst übergeben wurde.

Vielen Dank an die anderen Einsatzkräfte für die reibungslose Zusammenarbeit. Auch die gemeinsame Einsatzleitung mit der DLRG Ulm funktionierte einwandfrei.

Michael Huber

3 Männer am See gerettet

Am Baggersee in Ludwigsfeld sind am Sonntag, dem 3. Juli, drei Angler aus akuter Lebensgefahr gerettet worden. Die Verunglückten versuchten mit einem Klappboot über den See zu fahren. Dabei ist das vermutlich überladene Boot gekentert und untergegangen. Zufällig vorbeischwimmende Triathleten konnten die drei Männer zum nahegelegenen Floß bringen. Die alarmierten Einsatzkräfte konnten mit Booten die Verunglückten an Land bringen und dem dort wartenden Rettungsdienst übergeben. Das Boot der Angler wurde anschließend an Land gebracht und persönliche Gegenstände sowie die Angelrute der Verunglückten durch Taucher der Wasserwacht geborgen.

Wir weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass man sich nur mit ausreichenden Schwimmkenntnissen in tiefe Gewässer begeben sollte. Ein besonderer Dank geht an die zufällig anwesenden Triathleten, die rasch Hilfe leisteten und so womöglich Leben retteten.

Steffen Konrad