Willkommen bei der Wasserwacht Ortsgruppe Neu-Ulm

Faschingskleiderschwimmen am 21.2.17

Mit schwungvoller Musik beginnen wir unser Spezialtraining.

Kleiderschwimmen auf lustige Art,
wir sehen aus,------sehr Apart,
hüpfen durch das Wasser, die Hände zum Himmel,
zur Seite und wieder nach oben,
Ellenbogen zum Knie, wir sind fröhlich wie noch nie.
Heike treibt uns immer wieder an, toll,
was man noch alles machen kann.
Vor das Bein und wieder zurück, ach,
ist das für uns ein Glück,
wir können mal verschnaufen und brauchen
nicht im Kreis zu laufen.
Wir liebe das Plantschen, Wasser ist unser Element,
drehen uns im Kreise, vor und zurück,
auf besondere Weise.

Wir waren gut, das Training ist aus,
jetzt schnell aus dem Wasser,
Heike gibt eine Runde Berliner aus.

Helau!!!!!!

Griseldis Lemmermann

Langer kalter Einsatz

Am 27. Januar waren einige Mitglieder unserer Schnelleinsatzgruppe ab 9:30 Uhr bei Minusgraden zur Absicherung von Bergungsarbeiten eines teilweise gesunkenen Schiff auf der Donau im Einsatz.

Das Schiff war Anfang der Woche aufgrund eines extrem niederen Wasserstandes gekippt und voll Wasser gelaufen. Kollegen des THW, der Feuerwehr Neu-Ulm, der Bereitschaft, sowie mehrere Privatfirmen arbeiteten Hand in Hand um das Schiff zu bergen.

Zuerst mussten große Mengen mit Öl kontaminierten Wassers aus dem Schiffsrumpf gepumpt werden, diese wurde von einer Spezialfirma mittels Tankwagen entsorgt. Zwischenzeitlich bauten THW Kräfte Geländer und Aufbauten von dem Schiff ab. Unsere Wasserretter standen ständig mit einem Rettungsboot bereit um ins Wasser fallende Helfer sofort retten zu können. Glücklicher weise war dies nicht nötig. Allerdings brach gegen 16:00 Uhr am Bug des havarierten Schiffes bei Flex-Arbeiten ein Feuer aus. In kürzester Zeit war das gesamte Vorschiff durch dichten Rauch unpassierbar. Dadurch konnten zwei Einsatzkräfte des THW das Schiff nicht mehr verlassen. Diese wurden sofort von unserer bereitstehenden Bootsbesatzung aufgenommen und an das sichere Ufer gebracht. Der Brand konnte von der in Bereitschaft stehenden THW Brandwache rasch wieder gelöscht werden. Ein zur Sicherheit alarmierter Löschzug der Feuerwehr konnte seinen Einsatz wieder abbrechen.

Die weitere Bergung zog sich allerdings lange hin, weil immer neue, mit kontaminiertem Wasser, gefüllte Hohlräume entdeckt wurden und erst leer gepumpt werden mussten. Erst gegen 19:00 Uhr konnte der Kran das Schiffswrack aus dem Wasser heben und auf einen bereitstehenden Tieflader absetzen. Wegen des anschließenden Transports zum letzten Ankerplatz, einem Schrotthändler, mussten einige Straßen komplett gesperrt werden.

Solche extrem langen und bei winterlichen Verhältnissen nicht einfachen Absicherungsarbeiten zeigen wie im vorliegenden Fall, dass das Einsatzpersonal immer auf den Einsatzauftrag konzertiert sein muss, um im Notfall sofort eingreifen zu können. Der Einsatz war erst um 21:00 beendet

Helmut Graf

Kalter Saisonbegin

Bei minus 9,6°C Außentemperatur und 2,2°C Wassertemperatur stürzten sich 24 Unerschrockene Schwimmer an der Illerkanalmündung in die Donau. Zum 35. Mal veranstaltete unsere Ortsgruppe das Winterschwimmen. Ziel dieser Veranstaltung ist es, unsere ganzjährig alarmierbaren Einsatzkräfte an die winterlichen Einsatzbedingungen zu gewöhnen. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen kamen dieses Mal aus den Wasserwacht Ortsgruppen Heubach, Illertissen, Weißenhorn, Günzburg und natürlich Neu-Ulm. Am weitesten angereist waren Winterschwimmer des TSC Filderstadt.

Leider musste unsere übliche Strecke wegen des extrem niederen Wasserstands verkürzt werden, dieser machte sich auf der Schwimmstrecke zusätzlich bemerkbar: die Strömung lies kurz nach dem Zwischenstopp am Edwin Scharff Haus ab der Herdbrücke stark nach und Eisschollen schwammen mit den Teilnehmern und den zur Absicherung mitfahrenden Motorrettungsbooten gemächlich die Donau hinunter. Am Ziel bei der Villa Schäfer angekommen, konnten sich die Donauschwimmer mit der schon legendären Eiersuppe aufwärmen, bevor es zu den warmen Duschen in die Turnhalle ging.

Helmut Graf

Mitgliederversammlung mit Neuwahlen der Vorstandschaft

Am Samstag, den 14. Januar 2017, sind zahlreiche Wasserwachtler der Einladung zu unserer jährlichen Mitgliederversammlung gefolgt und in das Rot-Kreuz-Haus Neu-Ulm gekommen. Nach der Begrüßung und einer Gedenkminute an unsere verstorbenen Mitglieder ließ unsere Vorsitzende das vergangene Jahr und die zurückliegende Wahlperiode (4 Jahre) kurz Revue passieren. Neben personellen Änderungen in der Vorstandschaft sticht vor allem die 70-Jahr-Feier der Ortsgruppe im Jahr 2016 aus den Veranstaltungen und Aktivitäten als Highlight heraus. Auch die anschließenden Berichte der Jugendleitung und der technischen Leitung zeigten die über 80 Aktivitäten des Jahres, wie die Absicherungen von Lichterserenade, Nabada, Einstein-Marathon, Einstein-Triathlon, das Muttertagsbasteln oder die Schlauchboottour am 1. Mai, aus verschiedenen Blickwinkeln. Auch die intensive Ausbildung der Mitglieder und die regelmäßigen Übungen bewiesen ihre Notwendigkeit, da unsere Schnell-Einsatz-Gruppe 17 mal zu Einsätzen alarmiert wurde, bei denen leider auch 3 Tote geborgen werden mussten. Auch beim Wachdienst an den Baggerseen mussten unsere Rettungsschwimmer schnell reagieren und mehrere Schwimmer vor dem Ertrinken retten. Der Kassenbericht bildete den Abschluss der Jahresberichte.

Im Anschluss erfolgten die Neuwahlen der Vorstandschaft. Der Wahlausschuss stellte die ordnungsgemäße Ausschreibung der Wahl und Eingang der Wahlvorschläge fest und konnte somit die Stimmzettel ausgeben. Nach der Auszählung stand die neu gewählte Vorstandschaft fest:

  • Vorsitzende: Gabriele Augart
  • stv. Vorsitzender: Michael Huber
  • technischer Leiter: Gordon Franke
  • stv. technischer Leiter: Michael Kießling
  • Kassiererin: Heike Messerschmied
  • Arzt: Dr. Marc Röderer
  • Beauftragter Bootswesen: Sebastian Sevegnani
  • Beauftragter Tauchwesen: Günter Musch
  • Jugendleiter: Christop Weiß (bereits am 10.01.2017 gewählt)
  • stv. Jugendleiterin: Melanie Harder (bereits am 10.01.2017 gewählt)

In der 1. Vorstandssitzung wurden als Beisitzer in den Vorstand berufen:

  • Schriftführerin: Anja Huber
  • Beauftragter Sanitätswesen: Maximilian Frank
  • Beauftragter Wachstation Pfuhl: Tobias Scheidl
  • Beauftragter Wachstation Ludwigsfeld: Michael Kießling
  • Beauftragter Öffentlichkeitsarbeit: Helmut Graf
  • Gerätewart: Patrick König

Wir gratulieren allen gewählten Vorstandsmitgliedern und freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Infos und News Ausgabe 58 - Januar 2017

Im vergangenen Quartal hat sich in unserer Ortsgruppe viel getan, in gewohnter Weise gibt die neue Ausgabe 58 (Januar 2017) unseres Info-Blättles „Infos & News“ einen kompakten Rückblick.Wir wünschen Allen viel Spaß beim Lesen.

In dieser Ausgabe:

  • 1. SEG-Einsatz mit Digitalfunk
  • Vorbereitung auf die kalte Jahreszeit
  • Viele Ausbildungen im Herbst
  • Wasserrettungseinsatz: Person im Wasser
  • Vermisstensuche Donau
  • Adventsschwimmen
  • Wasserrettungseinsatz am 4.Dezember
  • Weihnachtsbäume von der Wasserwacht
  • SEG-Einsatz: Vermisstensuche
  • Amtshilfe für die Polizei
  • Mit Badehose und Bobbelmütze
  • Statistik des Jahres 2016
  • Termine

Statistik des Jahres 2016

Insgesamt wurden im Jahr 2016 von unserer Wasserwacht Ortsgruppe Neu-Ulm:

  • 155 Erste-Hilfe-Leistungen erbracht
  • 6 intensivere medizinische Notfälle behandelt
  • 4 Personen vor dem Ertrinken gerettet
  • 3 Tote geborgen
  • 17 Einsätze der SEG Wasserrettung absolviert
  • 2 Personen durch den Landrettungsdienst von den Wachstationen abtransportiert
  • 3397,5h Wachdienst geleistet
  • 180h bei Sitzungen geleistet
  • 7450h während Aus- und Fortbildungen absolviert

Zusätzlich zu den unerlässlichen Fortbildungen der Aktiven fast jeden Dienstag ca. 90 Kinder im Hallenbad ausgebildet und noch einige zusätzliche Aktivitäten in der Jugendarbeit wie Ausflüge oder Zeltlager in 4232,25 Stunden durchgeführt. Für Vorbereitungen und Verwaltung fielen zudem 1200 Stunden an.

Insgesamt wurden somit 16459,75 Stunden ausschließlich ehrenamtlich und freiwillig geleistet.

 

Mit Badehose und Bobbelmütze

Auch dieses Mal waren wieder ein paar besonders Mutige der Wasserwacht Neu-Ulm dabei, als die Wasserwacht Krumbach zum traditionellen Silvesterschwimmen an den Oberrieder Weiher aufgerufen hat. Wie jedes Jahr veranstaltet dort die Wasserwacht ein Winterschwimmen der besonderen Art, nämlich nur in Badehose oder Badeanzug und der obligatorischen Bobbelmütze. So irre die Sache sich anhört, ist es trotz der nahenden Faschingszeit, nicht einfach so nur Jux und Dollerei, sondern eine Übung mit echtem „AHA“ Effekt!  Anders als alle anderen Winterschwimmen ist das der „ultimative“ Test, was auf den Einzelnen zukäme, müsste man (oder Frau) jemand mal im Wasser helfen, ohne das die vertraute Ausrüstung, wie z.B. ein Neoprenanzug, zur Verfügung steht.

Die ganze Aktion wird übrigens durchweg Bestens durch Wasserretter (in Neoprenanzügen) und Taucher (unter Wasser) abgesichert. Die Neu-Ulmer Wasserwachtler freuen sich auf jeden Fall jetzt schon wieder auf die Einladung zum nächsten Silvesterschwimmen der Wasserwacht Krumbach. Übrigens, wenn Sie dieses Jahr an Silvester Langeweile haben…. auch Nichtwasserwachtler dürfen an dieser Veranstaltung teilnehmen und sind gern gesehene Gäste!

Gordon Franke

Amtshilfe für die Polizei

Am 28.12. um ca. 20:30 Uhr bat uns die Polizei Neu-Ulm um Amtshilfe: Bootsfahrer hatten Nummernschilder in der Donau bei der Illerkanal Mündung entdeckt und der Polizei ihre Beobachtung gemeldet. Diese stammten aus einem Fahrzeugdiebstahl. Leider waren die Nummernschilder vom Ufer aus nicht zu erreichen, deshalb kamen wir ins Spiel. Da die Bergung nicht sofort durchgeführt werden musste, bewährte sich unsere WhatsApp-SEG-Gruppe. Nach einer kurzen Anfrage hatten sich ausreichend Einsatzkräfte bereit erklärt, bei der Suche teilzunehmen. Der Treffpunkt wurde für den 29.12. um 9:30 Uhr im BRK Haus Neu-Ulm festgelegt. Mit unserem Einsatzfahrzeug, dem Geräteanhänger und dem MTW Wasserrettung ging‘s an die Donau. Das erste Nummernschild war schon vom Ufer aus zu sehen, somit war es kein Problem für unsere Taucher, die allerdings nur mit ABC Ausrüstung ausgerüstet werden mussten, dieses zu bergen. Das nun noch fehlende Kennzeichen konnte vom Ufer aus nicht gefunden werden. Deshalb wurde die Suche mit unserem SEG-Schlauchboot fortgesetzt. Schon nach kurzer Zeit hatte die Bootsbesatzung auch das 2. Kennzeichen gefunden. Die noch bereit stehenden Taucher konnten das in ca. 1,5 m tiefe liegende Korpus Delikti ohne Probleme bergen. Nun konnte der Einsatz im ca. 5°C kalten Wasser, bei Außentemperaturen von minus 5°C und einer unerwartet starken Strömung beendet werden.

Die geborgenen Nummernschilder wurden der Polizei in Neu-Ulm für weitere Ermittlungen übergeben.

SEG-Einsatz: Vermisstensuche

In der Nacht auf Sonntag, den 18. Dezember, wurde unsere Schnell-Einsatz-Gruppe Wasserrettung zu einer Vermisstensuche an die Donau im Stadtgebiet alarmiert. Eine Person war von einer Veranstaltung plötzlich verschwunden und es konnte nicht ausgeschlossen werden, dass sie sich im Wasser befindet.
Deshalb wurde die Donau mit mehreren Booten und Wasserrettern abgesucht, parallel verlief eine Suche an Land durch den Rettungsdienst und andere Hilfsorganisationen. Letztendlich konnte die Person außerhalb des Wassers an einem Gebäude aufgefunden werden.

Weihnachtsbäume von der Wasserwacht

Schon Anfang des Jahres kam die Idee auf, Weihnachtsbäume von der Wasserwacht anzubieten. Schnell hatte sich ein kleines Organisationsteam gefunden, um die vielen Aufgaben zu erledigen. Nach Abklärung der Örtlichkeit wurden die Rahmenbedingungen festgelegt, Werbung wie Flyer und Plakate gestaltet und gedruckt, Verpflegung organisiert und nicht zuletzt eine Personalplanung aufgestellt. Am 10. Dezember war es dann soweit, ab 10 Uhr versammelten sich viele Pfuhler in der Sterngasse und suchten sich einen Christbaum aus - und das auf Spendenbasis. Jeder konnte also selbst entscheiden, wie viel er für den Baum an unsere Ortsgruppe spenden möchte. Alle Spenden kommen der Finanzierung unseres neuen Mannschaftswagen Wasserrettung und der Ausrüstung zu Gute. Bei Glühwein, Punsch und Feuerwurst kamen auch die Unterhaltungen nicht zu kurz und wer sich nicht um den Transport des Baumes kümmern wollte, lies ihn sich einfach nach Hause liefern. Nach einem großen Ansturm zu Beginn ließ der Andrang am Nachmittag nach, sodass wir gegen 15 Uhr mit dem Abbau beginnen konnten.

Rückblickend war es eine sehr gelungene Aktion, die aber ohne die vielen helfenden Hände nicht möglich gewesen wäre. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an all unsere fleißigen Mitglieder, die einfach dort anpackten, wo es notwendig war. Ebenfalls gilt der Dank an die Kolpingsfamilie Pfuhl, die uns beim Verteilen der Flyer unterstütze, und der Firma Franke Meisterbetrieb Spenglerei und Dachdeckung, die uns vor allem mit einer großen finanziellen Spende aber auch fahrzeugtechnisch unterstütze. Nicht zuletzt gilt der Dank auch der Familie Frank, ohne deren großen Mitwirkung und deren Hof in der Sterngasse die Aktion nicht möglich gewesen wäre.

Wir freuen uns schon jetzt auf eine zweite Auflage in der Adventszeit 2017, wenn es wieder heisst: Weihnachtsbäume von der Wasserwacht auf Spendenbasis.

 

Wasserrettungseinsatz am 4.Dezember

Um 10:10 Uhr wurden die Schnelleinsatzgruppen Neu-Ulm und Senden an die Donau Stadtgebiet Ulm Neu-Ulm alarmiert, um eine Person aus der Donau zu retten. Dem ersteintreffenden Einsatzleiter der Feuerwehr bot sich folgendes Bild. Ein Ruderboot lag vollgelaufen unterhalb der Eisenbahnbrücke am Ufer, auf Nachfrage erhielt er die Meldung, dass die Ruderer sicher ans Ufer gelangt sind und bereits im nahen Ruderclub unter der Dusche stehen. Aufgrund dieser Aussage wurde der Einsatz abgebrochen.

Der Einsatzleiter Wasserrettung der Wasserwacht bestand aber, noch auf der Anfahrt zum Einsatzort, darauf, nochmals Kontakt mit der alarmierenden Person aufzunehmen. Nun stellte sich heraus, dass die Bootskenterung nichts mit dem Notruf zu tun hatte. Sofort wurden die Einsatzeinheiten wieder alarmiert und die Anfahrt zum Einsatzort fortgesetzt. Andere Ruderer hatten oberhalb der Eisenbahnbrücke in ca. 1,20m tiefen Wasser am Flussgrund einen Körper entdeckt. Sofort begab sich ein Wasserretter der Wasserwacht zu der Fundstelle und sicherte die Person, eine Schlauchbootbesatzung der Feuerwehr unterstütze die Bergung mittels Spineboard. Die anderen angerückten Einheiten von DLRG Ulm und THW Neu-Ulm konnten ihre Einsatzvorbereitungen nun abbrechen da sie nicht mehr benötigt wurden. Auch die in Bereitschaft stehenden Taucher der Wasserwacht SEGen Neu-Ulm und Senden konnten ihre Geräte wieder ablegen, die zwischenzeitlich im Wasser befindlichen Einsatzboote konnten wieder ausgeslippt werden.

Leider konnte die aufgefundene Person nicht mehr gerettet werden, sie lag vermutlich schon länger im Wasser. Eine schon tagelang laufende Suchaktion fand so ihr trauriges Ende.

Die beiden Einsatzorte lagen nur ca. 300m auseinander, allerdings macht die Donau eine Kurve und eine Eisenbahnbrücke verdeckt die Sicht stromaufwärts. Der Einsatzverlauf macht aber wieder einmal deutlich wie schwer es für einen Einsatzleiter ist, eine Einsatzlage in kürzester Zeit einzuschätzen und die richtigen Maßnahmen einzuleiten.

Helmut Graf

Adventsschwimmen

Am Samstag, den 3. Dezember, fand auf der Donau das traditionelle Adventsschwimmen der Kreiswasserwacht Neu-Ulm statt. Bei 5,5°C Wassertemperatur und sehr wenig Strömung hatten die 32 Teilnehmer der Wasserwacht Ortsgruppen aus Neu-Ulm, Elchingen, Weißenhorn und dem THW Neu-Ulm ihrem Spaß. Das Adventsschwimmen dient als Training für die bevor stehende Wintersaison, um bei Unfällen auf winterlichen Gewässern optimal Hilfe leisten zu können.

Vermisstensuche Donau

Am Dienstag, den 22.11.2016, wurden wir telefonisch gegen 11:45 Uhr von der DLRG Ulm um Unterstützung bei der Suche nach einer vermissten Person gebeten. Die Polizei Ulm hatte die DLRG alarmiert, die Donau von der Illerbrücke bei Wiblingen bis zum Rettungskran abzusuchen. Wegen der ungünstigen Tageszeit wurde von einer Alarmierung über Melder abgesehen, da der Personalbedarf von nur einer Bootsbesatzung übersichtlich war, konnte in kurzer Zeit über unsere WhatsApp Gruppe eine ausreichende Bootsbesatzung zusammengestellt werden und mit dem MTW Wasserrettung und unserem Geräteanhänger an die Illerbrücke ausrücken. Da das neue Boot der Kollegen wegen des Tiefganges nur bis Höhe Illerkanal absuchen konnte, machte es Sinn, die Suche mit dem überall einsetzbaren Schlauchboot unseres Geräteanhängers von der Illerbrücke aus flussabwärts in Angriff zu nehmen. Die ca. 2-stündige Suche wurde erfolglos beendet.

Helmut Graf

Wasserrettungseinsatz: Person im Wasser

Am Abend des 10. Oktobers bemerkten Passanten ein auf der Donau treibendes Schlauchboot. Da die darin befindliche Person nicht auf Ansprache reagierte wurde unter anderem unsere Schnell-Einsatz-Gruppe alarmiert. Im weiteren Verlauf stieg die Person aus dem Schlauchboot aus und fiel dabei ins Wasser. Ein Boot der Feuerwehr zog den Mann aus dem Wasser und übergab ihn an den Landrettungsdienst. Obwohl er stark alkoholisiert war, wurde deutlich dass er alleine unterwegs war. Somit konnte der Einsatz auch für unsere SEG beendet werden, die weiter flussaufwärts bereits das Rettungsboot ins Wasser brachte.

Viele Ausbildungen im Herbst

An den Wochenende im Oktober fanden viele Ausbildungen statt. Am traditionellen Wasserretter-Kurs der Kreis-Wasserwacht wurden die Grundlagen der aktiven Wasserrettung vermittelt. Neben der Rettung von Personen in Motorboote lag der Schwerpunkt der Praxistage auch auf dem richtigen Verhalten in fließenden Gewässern, um die Gefahren rechtzeitig erkennen und richtig einschätzen zu können.
Nach der Umstellung des Ausbildungskonzeptes der Wasserwacht sind die Inhalte der Sanitätsdienstausbildung in die Ausbildung zum Wasserretter integriert. So erlernten die Teilnehmer beispielsweise auch die fachgerechte Versorgung von Knochenbrüchen oder thermischen Schäden und den Einsatz der umfangreichen medizinischen Materials. Von unserer Ortsgruppe nahmen Kai Haggenmüller und Paul Wolf mit Erfolg teil.

Am Bodensee waren zeitweise viele Wasserwacht-Boote auf dem Wasser unterwegs. Bei der theoretischen und praktischen Prüfung zum Motorrettungsbootführer stellten die Auszubildenden unter anderem ihre Kenntnisse über den fachgerechten Umgang mit dem Boot, die Vorfahrtsregeln und die ordnungsgemäßen Fahrmanöver unter Beweis. Unser Ausbilder Bootsdienst freute sich, am Ende des Tages den Führerschein an Miriam Fackler aus unserer Ortsgruppe überreichen zu können.

Auch in der Einsatzleitung stand eine Fortbildung an, so waren Matthias Scheidl und Nikolai Köhler auf dem Lehrgang zum "Einsatzleiter Wasserrettungsdienst". Im Einsatzfall koordiniert dieser die beteiligten Schnell-Einsatz-Gruppen Wasserrettung und kooperiert mit den jeweiligen Einsatzleitern des Landrettungsdienstes, der Polizei, Feuerwehr und allen anderen beteiligten Hilfsorganisationen.

Wir gratulieren recht herzlich allen Teilnehmern der Ausbildungen.

 

Vorbereitung auf die kalte Jahreszeit

Als Vorbereitung auf die kalte Jahreszeit führten wir am 21. Oktober ein Test-Schwimmen im Ludwigsfelder Baggersee durch. Dabei wurden die passenden Neoprenanzüge getestet, um diese im Einsatzfall noch schneller für unsere Wasserretter parat zu haben. Ein Schwimmer wagte sich sogar nur mit Badehose und mit Wollmütze bekleidet ins Wasser. Nach einer warmen Dusche ließen wir den Abend gemütlich bei einem Pizza-Essen ausklingen.